F1 in Barcelona: Neue Autos – neues Glück?

In Spanien steigt der erste Europa GP

Wikimedia, Pedro A. Gracia Fajardo (gemeinfrei)

Am 11. Mai 2014 wird der Große Preis von Spanien in Barcelona ausgetragen – für viele Teams und Fans ist es so etwas wie ein zweiter Saisonstart. Zum einen handelt es sich um den ersten Europa Grand Prix. Nach wie vor finden die meisten Rennen auf dem „alten Kontinent“ statt. Wer den WM-Titel erringen möchte, muss hier gut sein. Zudem hatten die Mannschaften drei Wochen Zeit seit dem letzten Rennen. Bei vielen Teams wird das Auto in Barcelona ein praktisch völlig neues Fahrzeug gegenüber dem Modell sein, das in den ersten Rennen zum Einsatz kam.

Red Bull hat kräftig gearbeitet

Red Bull hat nie aufgehört, an dem neuen Fahrzeug zu arbeiten. Insbesondere Weltmeister Sebastian Vettel, der in den bisherigen Läufen selbst gegen seinen neuen Teamkollegen Daniel Ricciardo kaum einmal Land sah, hatte seine Mannschaft zu steten Verbesserungen gedrängt. Für Barcelona erhält sein Red Bull deshalb das erste große Update-Paket. Im Mittelpunkt der Neuerungen steht neben der Fahrbarkeit des Red Bulls die Aerodynamik: Der Luftstrom rund um das Auto und dessen Abtrieb-Fähigkeit sollen verbessert werden. Es handelt sich um eine Neuerung, die insbesondere für Barcelona sehr wichtig ist, aber auch auf anderen Strecken (Kanada, USA, Belgien) eine große Bedeutung hat. Da man am Motor derzeit nicht ansetzen kann, will Red Bull über derartige Verbesserungen zurück an die Spitze finden.

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Sauber hat abgespeckt

Das Team, das die wohl sichtbarsten Änderungen mit nach Spanien bringen wird, ist Sauber. Der bisherige Saisonverlauf ist für die Schweizer durchwachsen gewesen. Die positiven Platzierungen, die man im letzten Jahr fast in jedem Rennen erreichen konnten, blieben bislang aus. Um dies nun wieder zu ändern, hat das Fahrzeug mächtig abgespeckt: Der Sauber erhält einen neuen Frontflügel, mehrere Windleiter sowie eine modifizierte Abdeckung für den Motorenbereich. Zudem haben die Schweizer auch eine neue Software entwickelt, die dabei helfen soll, den Antriebsstrang ihres Autos besser zu verwenden.

Der wichtige Freitag

Bei der Mehrzahl der Rennen ist der Freitag für die Fans nicht sonderlich spannend. In Barcelona ist dies anders: Da es keine Testtage gab, werden die Teams vermutlich sehr viel mehr als in allen anderen Rennen an diesem Vorbereitungstag fahren, um die Abstimmung optimal zu gestalten und die Standfestigkeit der neuen Teile zu testen. Hier wird man deshalb erste wichtige Aufschlüsse darüber erhalten können, bei wem sich die Arbeit wirklich gelohnt hat oder wer weiterhin darum zittern muss, ob er in diesem Jahr die eigenen Ziele noch erreichen kann.

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