Erste Runden: Vettel liebt Ferrari 

Es ist fraglos der wohl spektakulärste Fahrerwechsel: Sebastian Vettel hat sein bisheriges Team Red Bull Racing verlassen und fährt künftig für Ferrari. Der vierfache Weltmeister hat jüngst die Fabrik der Scuderia besucht. Dort hat man die Gunst der Stunde genutzt und ihn in einen zwei Jahre alten Renner gesetzt. Ein jüngeres Auto durfte Vettel aufgrund des Reglements nicht fahren. Es waren die ersten Runden des 27-Jährigen in einem Ferrari. Trotz der Tatsache, dass nicht zu erwarten war, dass Vettel auch nur irgendein negatives Wort verlieren würde, klingen seine Jubelsätze danach mehr als authentisch.

„Ein Märchen, das wahr wurde“

Sebastian Vettel jung

Abb.1: Wikimedia, Rzober89, gemeinfrei

So erklärte der vierfache Weltmeister, dass es viele Märchen darüber gebe, wie es sich anfühle, einen Ferrari zu fahren. Nachdem er nun die ersten Runden mit einem Formel 1 Renner aus Maranello zurückgelegt habe, könne er vom ganzen Herzen sagen: Die Märchen-Erzählungen stimmen alle. Es sei ein „sensationelles Gefühl“ gewesen, einen Ferrari zu fahren. Es seien nicht bloß Geschichten, die um diese Autos kursierten. Dort existiere tatsächlich eine Legende. Es für ein etwas „wirklich, wirklich besonderes“ von nun an als Pilot Teil dieser Legende zu sein. Es gebe „ganz bestimmt etwas sehr Magisches“. In Gestalt seiner ersten Runden im Ferrari sei etwas passiert, „dass ich nie vergessen werde“.

Endlich auf der anderen Seite des Zauns

Es ist nicht Vettels erster Besuch an Ferraris privater Rennstrecke, wie sich der Heppenheimer erinnert. Als Kind war der 27-Jährige großer Fan von Michael Schumacher. Er sei deshalb mit seinen Eltern nach Fiorano gereist und an den Zaun des Kurses gegangen, als es hieß, Schumacher werde seinen Ferrari testen. Er sei auf den Zaun geklettert und habe nach der Formel 1-Legende (vermutlich sowohl Schumacher wie auch der Ferrari) Ausschau gehalten und beide schließlich auch gesehen. Der siebenfache Weltmeister blieb stets ein großes Vorbild für Vettel. Nun, Jahre später, ist er endlich auf der anderen Seite des Zauns angekommen.

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