Zittern um Bianchi

Auch nach dem der Formel 1 Tross inzwischen seine Zelte in Japan angebrochen hat und nach Russland weitergezogen ist, geht das Zittern um Jules Bianchi weiter. Der Pilot von Marussia hatte sich beim Rennen in Suzuka extrem schwer verletzt, nachdem er mit seinem Boliden in ein Bergungsfahrzeug geknallt war. In einem Krankenhaus wurde er einer Not-Operation unterzogen. Die jüngsten Nachrichten lauten, dass er inzwischen auf die Intensivstation verlegt worden sei. De Ärzte machten dabei allerdings deutlich, dass dies weder als gutes noch als schlechtes Zeichen zu werten sei.

Bianchi erlitt Kopfverletzungen

Jules Bianchi

Wikimedia, Henry Mineur (CC BY-SA 3.0)

Was genau dem Piloten fehlt, ist zur Stunden nach wie vor nicht geklärt. Diesbezüglich gibt es nur ein offizielles Statement von Weltverband FIA, das aussagt, dass Bianchi „ernste Kopfverletzungen“ bei seinem schweren Crash erlitten hat. Als positives Zeichen gilt, dass Bianchi mit dem Krankenwagen vom Medical Center an der Strecke ins Krankenhaus gebracht wurde und der eigentlich ebenfalls bereitstehende Helikopter nicht genutzt wurde. Allerdings gab es an der Strecke auch Stimmen, die sagten, dies sei nur der Fall gewesen, weil der Helikopter aufgrund des schlechten Wetters viel zu riskant gewesen wäre. Er hätte nicht sicher fliegen können.

Diskussionen um das Safety-Car

Zudem sind heiße Diskussionen darüber ausgebrochen, ob der Unfall hätte vermieden werden können. Nachdem Adrian Sutil die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte, musste jenes geborgen werden. Die Stewarts entschieden sich dagegen, das Safety Car auf die Strecke zu schicken. Stattdessen wurde in der Kurve doppelt Gelb geschwenkt, um hier auf eine besonders große Gefahr hinzuweisen. Bianchi krachte trotzdem in den Radlader, der gerade seine Arbeit verrichtete. Erst danach kam das Safety Car.

Vor allem Ex-Piloten kritisieren dieses Vorgehen scharf. Jacques Villeneuve sagte beispielsweise, dass das Safety Car bei allen Bergungsarbeiten auf der Strecke herausfahren müsse. Zudem sei die Strecke durch die starken Regenfälle viel zu rutschig gewesen, um eine sichere Bergung nur unter Gelb zu ermöglichen. Die Autos würden erst abbremsen, wenn sie die gelbe Flagge sehen, was auf dem nassen Untergrund einfach viel zu riskant sei, da der Bremsvorgang das Fahrzeug ins Schleudern bringe. Eine konstant langsamere Fahrt hinter dem Safety Car hätte dieses Risiko getilgt. Wer die schlimmen Bilder von Bianchis Unfall gesehen hat, kann dem kaum widersprechen.