Ferrari berauscht sich an Vettel

Die Testfahrten in Jerez liefen für Ferrari überraschend stark: Das Auto kam auf viele Fahrkilometer, Sebastian Vettel schaffte eine Tagesbestzeit und Kimi Raikkonen markierte sogar die schnellste Zeit der gesamten Testwoche. Den Grund für den Aufschwung haben die Italiener in ihrem neuen deutschen Piloten ausgemacht. Dieser habe die Mannschaft aus der Lethargie geführt und ihr den Glauben an ihre Stärke zurückgegeben, hört man immer wieder. Selbst „Iceman“ Raikkonen hat sich davon anstecken lasse: Er glaube schon, so der Finne, dass Vettel Ferrari helfe.

Sebastian Vettel Formel 1 Fahrer mit Sonnenbrille

Wikimidia, Nick Holland (CC By 2.0)

Es tue einem Team gut, wenn beide Piloten ähnliche Fahrstile hätten und deshalb vergleichbare Anforderungen an das Auto stellten. Allerdings stehe man erst ganz am Anfang und solle daher für den Moment noch abwarten.

Vettel will gewinnen

Abwarten und die Erwartungen dämpfen möchte eigentlich auch Vettel. Es gelingt ihm allerdings nicht so recht, schließlich hat der Wechsel zur Scuderia seinen Erfolgshunger, der zuletzt bei red Bull doch deutlich eingeschlafen war, spürbar geweckt. Er wolle in dieser Saison mindestens ein Rennen gewinnen, so der vierfache Weltmeister im Gespräch mit „Ferrari.com“. Vielsagend fügt Vettel allerdings hinzu, dass er „natürlich auch gerne mehr Läufe gewinnen“ würde.

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Vettel wie Schumacher

Und schon nach gerade einmal fünf Wochen bei Ferrari sieht sich Vettel allerorts dem wohl unausweichlichen Vergleich mit Michael Schumacher ausgesetzt. Der neue Deutsche führe das Team wie einst der Rekordweltmeister, heißt es. Er arbeite anders als Alonso, der sich als Solospieler betrachtet habe, als ein Teamplayer und zeige sehr viel mehr Interesse an technischen Details. Das Klima bei der Scuderia sei insgesamt wieder sehr viel besser.

Michael Schumacher schaffte in seiner ersten Saison bei Ferrari übrigens drei Siege. Allerdings gab es auch drei Rennen, in denen sein Fahrzeug aufgrund technischer Probleme nicht einmal zwei Runden schaffte. Auf Letzteres wird Vettel gerne verzichten.