Wolff-Entschuldigung für Langeweile

Die Formel-1-Saison 2019 steht ganz im Zeichen der Mercedes-Dominanz. Auch beim Großen Preis von Frankreich lieferten die Silberpfeile eine eindrucksvolle Leistung, Lewis Hamilton sorgte für den achten Sieg im achten Rennen, komplettiert wurde der Doppelerfolg von Valtteri Bottas. Immer mehr Fans und auch Experten wenden sich aufgrund der erdrückenden Überlegenheit des Serienweltmeisters von der Königsklasse ab.

Keine Chance für die Konkurrenz

Dies bewegte Mercedes-Teamchef Toto Wolff nun sogar zu einer „Entschuldigung“. „Es tut mir leid, dass es so eindeutig ist, wir alle wollen spannende Rennen“, so der Österreicher. Zuvor hatte seine Truppe wieder einmal deutlich unter Beweis gestellt, dass sie der Konkurrenz deutlich vorraus ist. Bereits im Qualifying hatten Ferrari und Co keine Chancen gegen Hamilton und Bottas, auch im Rennen waren die Silberpfeile ungefährdet. Der bereits sechste Doppelerfolg im achten Rennen kann auch in der Weltmeisterschaft bereits als Vorentscheidung betrachtet werden. In der Fahrerwertung liegt Titelverteidiger Hamilton 36 Punkte vor Teamkollege Bottas, Sebastian Vettel fehlen als drittem bereits 76 Zähler auf den Briten. Noch ernüchternder ist aus Sicht der Konkurrenz das Bild in der Konstrukteurswertung. Unglaubliche 338 von 352 möglichen Punkte konnten die Silberpfeile bislang erobern, mehr als die ersten Verfolger Ferrari (198) und Red Bull (137) zusammen.

Hamilton auf Rekordjagd

Der sechste Titel in Folge scheint bereits nach acht von 21 Rennen nur mehr Formsache. Nachdem zumindest das Mercedes-interne Duell am Saisonanfang für Spannung sorgte, stellte Hamilton mit zuletzt vier Siegen in Folge klar, wer der Chef im Ring ist. Alles andere als die sechste WM-Krone in der Karriere des 34-jährigen wäre eine Überraschung, auf den Allzeit Formel 1 Rekord von Michael Schumacher würde dem Briten dann nur noch eine Meisterschaft fehlen. Überhaupt schickt sich Hamilton an, die Formel-1-Geschichtsbücher endgültig umzuschreiben. Seine 86 Pole-Positions sind ohnehin einsame Spitze, mit GP-Erfolg Nummer 79 scheint auch die Marke von Schumacher (91) nicht mehr uneinholbar.