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News und Nachrichten zur aktuellen Formel 1 Saison. Alle Infos zu den Fahrern, Teams sowie den Rennen. Was tut sich im F1 Zirkus? Wir informieren euch über die aktuellsten F1 Wetten im Netz, welcher Anbieter hat die besten Quoten oder Aktionen?

Kontroverser Mercedes-Sieg in Russland

Weltmeister Mercedes hat mit dem Doppelsieg beim Großen Preis von Russland einen Riesenschritt in Richtung Titelverteidigung gemacht. Sowohl in der Fahrer- als auch Konstrukteurswertung konnten Lewis Hamilton und sein Team den Vorsprung ausbauen. Die Art und Weise, wie der Doppelerfolg zustande kam, sorgte nach dem Rennen aber für reichlich Gesprächsstoff.

Platztausch zugunsten Hamiltons

Bereits am Samstag überraschte Valtteri Bottas mit der Pole-Position vor Chefpilot und WM-Anwärter Hamilton. Eine mögliche Stallorder zugunsten des Briten machte Teamchef Toto Wolff nach dem Qualifying von der Rennsituation abhängig, tatsächlich griff der Kommandostand am Sonntag ein. Aufgrund einer verpatzten Strategie fand sich Hamilton nach dem Boxenstopp hinter WM-Rivale Sebastian Vettel wieder, beim Überholmanöver gegen den Ferrari wurden die Reifen des Weltmeisters in Mitleidenschaft gezogen, weshalb sich eine Blase bildete. Während Bottas vorne ungefährdet seinem ersten Saisonsieg entgegenzufahren schien, machte Vettel Druck auf Hamilton, weshalb man sich bei den Silberpfeilen dazu entschied, die Nummer eins via Anweisung auf Platz eins zu hieven.

Nach dem Rennen kam bei den Siegern keine Freude auf. Hamilton, der seinen Vorsprung durch den „geschenkten“ Triumph auf 50 Punkte ausbauen konnte und damit bereits eine Hand am WM-Pokal hat, sprach vom „unschönsten Sieg meiner Karriere“. Auch der Zweitplatzierte Bottas war sichtlich enttäuscht und gab sich nach dem Rennen schmallippig. Teamchef Wolff konnte sich ebenfalls nicht wirklich freuen. „Ein schwieriger Tag für Valtteri und uns“, so der Wiener, der von einer „unpopulären Entscheidung, die man in dieser Situation treffen muss“ sprach. In den sozialen Netzwerken zeigten sich viele Fans enttäuscht von der Vorgehensweise der Silberpfeile, Vergleiche mit Spielberg 2002 oder Hockenheim 2010, als jeweils Ferrari zur Stallorder gegriffen hatte, wurden laut. Bei den F1 Weltmeister Wetten sind die Quoten nun auf ein Minimum geschrumpft.

Teamorder für Vettel nachvollziehbar

Verteidigt wurde die Aktion nach dem Rennen ausgerechnet von Rivale Sebastian Vettel. „Sie haben clever als Team zusammengearbeitet und dann meiner Meinung nach die richtige Entscheidung getroffen“, so der Drittplatzierte Ferrari-Pilot. Im Hinblick auf die Meisterschaft war die Teamorder für Vettel allerdings denkbar ungünstig, da er weitere zehn Punkte auf Hamilton verlor und den Titel nicht mehr aus eigener Kraft gewinnen kann.

Hankook statt Pirelli?

Die Formel 1 hat für die Saison 2020 zwei Reifenhersteller, die sich um ein Engagement in der Königsklasse bewerben. Neben dem aktuellen Ausrüster hat auch Hankook eine Meldung bei der FIA eingereicht. Für die Südkoreaner wäre es die erste Saison überhaupt in der Formel 1.

Pirelli in der Favoritenrolle

Die Entscheidung, welcher Hersteller die Königsklasse ab 2020 beliefern wird, soll noch heuer fallen. Als Favorit gilt Pirelli, die Italiener sind seit 2011 alleiniger Reifenlieferant. Nach einer ordentlichen Debütsaison gab es vor einigen Jahren Kritik an den sehr schnell abbauenden Reifen, besonders der Große Preis von Großbritannien 2013 war ein Tiefpunkt für Pirelli, da über das gesamte Wochenende gleich mehrere Piloten Reifenplatzer erlitten. Seit der vergangenen Saison, als das Reifenreglement geändert wurde, scheinen die Italiener aber auf einem guten Weg. Besonders die Einführung des sehr weichen Hypersoft-Reifens fand bei den Formel 1 Teams und Fahrern Anklang.

Dass ab 2020 sowohl Pirelli als auch Hankook die Formel 1 beliefern ist indes ausgeschlossen, da die FIA einen „Reifenkrieg“ verhindern will. Zuletzt gab es von 2001 bis 2006 zwei Hersteller, damals matchten sich Bridgestone und Michelin in teilweiser sehr kostspieliger Manier um die Vorherrschaft beim schwarzen Gold. Von 2007 bis 2010 waren dann die Japaner alleiniger Lieferant, ehe Pirelli das Zepter übernahm. Obwohl Hankook noch nie in der Formel 1 tätig war, ist die Erfahrung im Motorsport vorhanden. Derzeit wird unter anderem die Formel 3-EM beliefert, auch in verschiedenen Tourenwagen-Serien war man bereits aktiv.

Michelin-Rückzug

Keine Meldung gab entgegen Spekulationen Michelin ab. Die Franzosen galten als möglicher Zulieferer, da die Marke bereits langjährige Formel-1-Erfahrung hat und als Wunschkandidat von FIA-Präsident Jean Todt galt. Dieser wusste schon längere Zeit vom Verzicht Michelins. „Ich habe bereits im August erfahren, dass sie kein Interesse haben“, so der ehemalige Ferrari-Teamchef. Einen Favoriten aus Pirelli und Hankook wollte der Franzose nicht nennen.

Das nächste Rennen der F1 Saison 2018 wird der Grand Prix in Russland. Bisher gab es vier Rennen in de russischen Hafenstadt, die vor allem durch die Austragung der olympischen Winterspiele bekannt geworden ist. Bei GP von Sotschi 2018 braucht Sebastian Vettel dringend einen Sieg, um noch um den Titel mitfahren zu können. Sollte Lewis Hamilton einen Sieg einfahren, wäre der Kampf und die Fahrer-WM wohl endgültig entschieden.

Vettels WM-Chancen dahin?

Sechs Rennen vor Ende der Formel-1-Saison 2018 steht Sebastian Vettel mit dem Rücken zur Wand: 40 Punkte fehlen dem Ferrari-Star auf WM-Leader Lewis Hamilton, zuletzt schlichen sich beim Deutschen und seinem Rennstall immer wieder Fehler ein. Die Expertenmeinungen darüber, ob der vierfache Weltmeister im Titelrennen noch Chancen hat, gehen auseinander. Die F1 Wettanbieter sehen Hamilton schon als Titelträger, die Quote auf den Briten ist bereits unter die 1,2 gerutscht.

Coulthard vermisst Siegeswille

Ex-Formel-1-Pilot und Sky-Experte David Coulthard glaubt nicht mehr an eine Wende zugunsten des 31-jährigen. Der Schotte vermisst bei Vettel und seinem Ferrari-Team den unbedingten Siegeswillen, der Mercedes auszeichne. „Ich habe den Eindruck, dass Vettel und Ferrari das Titelrennen auf die leichte Schulter nehmen. Mir fehlt der unbedingte Wille, den Titel zu gewinnen“, so der Vizeweltmeister von 2001. Deutlich wurde dies laut „DC“ etwa in Hockenheim, wo Vettel durch einen Fahrfehler den Sieg wegschmiss, in der anschließend Medienrunde aber relativ locker wirkte. Auch fahrerisch sieht Coulthard für den Heppenheimer Nachteile. „Er und Hamilton sind beide sehr gut und schnell, im Zweikampf ist Lewis aber besser“, bricht der Brite eine Lanze für seinen Landsmann. In die gleiche Kerbe schlägt Ex-Williams-Pilot Alessandro Zanardi, der Mercedes als zu stark ansieht. „Man hat bei Ferrari einfach nicht den Eindruck, dass alles zusammenpasst. Mercedes ist so ein eingespieltes Team, sie machen keine Fehler“, analysiert der ehemalige ChampCar-Meister.

Nach wie vor von einer Titelchance Vettels überzeugt ist hingegen sein ehemaliger Teamchef Christian Horner. Der Red Bull-Teamchef kennt den 52-fachen GP-Sieger in- und auswendig, gemeinsam gewann man vier Fahrerweltmeisterschaften. Horner verweist auf die Saison 2012, als Vettel zeitweise bereits 44 Punkte Rückstand auf Fernando Alonso hatte, nur um sich am Ende trotzdem die Krone aufzusetzen. „Unter Druck ist er normal sehr gut und er hat es schon Mal geschafft, einen solchen Rückstand aufzuholen“, traut der Brite seinem ehemaligen Schützling die Wende noch zu.

Vettel glaubt noch an Titelgewinn

Auch Vettel selbst gibt sich vor dem Endspurt cool und selbstbewusst. „Das ich es kann habe ich schon viermal bewiesen. Ich weiß, dass wir ein gutes Auto haben, deshalb bin ich optimistisch“, so der Deutsche, der aber beim kommenden F1 Grand Prix 2018 in Russland wohl endlich Punkte gutmachen muss, um seine Chancen aufrecht zu erhalten.

Riesenschritt für Hamilton im Titelkampf

Lewis Hamilton ist weiterhin nicht zu stoppen. Der amtierende Weltmeister feiert in Singapur den siebten Saisonsieg und setzt sich in der Gesamtwertung weiter von Rivale Sebastian Vettel ab. Während Ferrari erneut patzt zeigte Mercedes einmal mehr eine perfekte Leistung.

„Jetsetter“ Hamilton in Überform

Bereits am Samstag setzte Hamilton das Highlight des Wochenendes. Mit einer sensationellen Runde, die der Brite später als „magisch“ bezeichnete, holte der vierfache Weltmeister überraschend die Pole-Position. Am Rennsonntag ließ Hamilton dann nichts mehr anbrennen und cruiste in souveräner Manier zu seinem insgesamt 69. GP-Erfolg. Mercedes-Teamchef Toto Wolff kam angesichts der erneuten Meisterleistung seines Starpiloten nicht aus dem Schwärmen heraus und nannte die Performance seines Schützlings „Sternenstaub“.

Tatsächlich lieferte Hamilton im Glücksspiel-Mekka einmal mehr eine bärenstarke Vorstellung. Obwohl Ferrari als Favorit in das Wochenende ging, stach der 33-jährige seine roten Rivalen erneut aus und baute seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft auf 40 Punkte aus. Bei noch sechs ausstehenden Rennen muss Ferrari angesichts Hamiltons Überform wohl auf einen Ausfall des Briten hoffen. Dieser ließ die Kritiker an seinem „Jetset-Leben“ in Singapur wiedermal verstummen. „Ich bin nach Monza in Shanghai, New York und dann Italien gewesen. Ich brauche diesen Lifestyle, er stimuliert mich“, so Hamilton.

Enttäuschung bei Ferrari

Für Ferrari bedeutete der Verlauf des GP von Singapur 2018 einen weiteren Schlag in die Magengrube. Im Vorfeld als großer Favorit gehandelt, konnten die Roten weder im Qualifying noch im Rennen mit Mercedes mithalten, schlussendlich überquerte Vettel als Drittplatzierter mit fast 40 Sekunden Rückstand auf Sieger Hamilton die Ziellinie. Einmal mehr leistete sich die Scuderia einen Patzer am Kommandostand. Ein zu früher Boxenstopp von Vettel brachte den Deutschen hinter Max Verstappen, der Red Bull-Pilot schnappte den Roten damit weitere wertvolle Punkte weg. Vettel will die Jagd auf seinen fünften WM-Titel aber noch nicht aufgeben. „Wir müssen alles richtig zusammenbringen, dann ist noch etwas möglich. Wenn wir die restlichen Rennen gewinnen, haben wir den Titel“, äußerte sich der Heppenheimer. Angesichts des großen Punkterückstands wirken derartige Aussagen aber eher wie Durchhalteparolen.

Bei den F1 Wetten Quoten auf den WM Sieg 2018 hat Hamilton nur noch eine Gewinnquote von 1,15. Sebastian Vettel liegt bei einer Weltmeister-Quote von 4,5, die restlichen Fahrer haben quasi keine Chanche mehr, den Titel in dieser Saison zu holen.

Leclerc und Räikkönen tauschen Cockpits

Die Fahrerentscheidung bei Ferrari ist gefallen. Die Scuderia setzt in der kommenden Saison neben Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel auf den 20-jährigen Monegassen Charles Leclerc. Damit kommt es zu einem Cockpittausch mit Kimi Räikkönen, da der 38-jährige Finne bei Sauber Alfa Romeo unterschreibt. Vor dem GP von Singapur 2018 ist somit die nächste wichtige Entscheidung für die neue Saison gefallen.

Jüngster Ferrari-Pilot aller Zeiten

Für Leclerc geht nach eigener Aussage „ein Traum in Erfüllung“. Der Formel-2-Champion des vergangenen Jahres ist seit mehreren Jahren Teil des Ferrari-Juniorprogramms und schaffte nun als erstes Eigengewächs den Aufstieg in das Formel-1-Team der Roten. Auf Instagram bedankte sich der 20-jährige bei Ferrari, Sauber und seiner Familie, zudem sendete er eine emotionale Botschaft an seinen verstorbenen Freund Jules Bianchi. Leclerc gilt nach anfänglichen Schwierigkeiten als Entdeckung der Saison, Highlight war Platz sechs in Aserbaidschan. Neo-Teamkollege Vettel adelte den Monegassen bereits, warnte aber auch davor, dass der mit viel Druck verbundene Platz bei Ferrari zu früh für Leclerc kommen könnte. Die Situation erinnert an das Jahr 2014, als Platzhirsch Vettel bei Red Bull von Neuling Daniel Ricciardo in den Schatten gestellt wurde. Ob Leclerc Ähnliches erreichen kann wird sich zeigen, zuzutrauen ist dem Youngster viel.

Sauber-Comeback für Kimi

Für Räikkönen bedeutet der Abschied von Ferrari das Ende einer Ära. Von 2007 bis 2009 sowie seit 2014 war der „Iceman“ für die Italiener aktiv, insgesamt feierte er neun GP-Siege und ist mit seinem Titelgewinn im Debütjahr bis heute der letzte Ferrari-Weltmeister. Mit dem Wechsel zu Sauber schließt sich für Räikkönen ein Kreis: 2001 debütierte der Finne für die Schweizer in der Königsklasse und konnte mit einer starken Saison McLaren-Teamchef Ron Dennis auf sich aufmerksam machen, der ihn prompt unter Vertrag nahm. Sauber-Teamchef Frederic Vasseur freut sich auf die Zusammenarbeit mit Räikkönen und sieht in der Verpflichtung des 20-fachen GP-Siegers „einen wichtigen Schritt, um unsere Ziele zu erreichen“. Der Kontrakt mit dem Routinier geht bis 2020.

Räikkönen selbst hält bereits jetzt einige Formel 1 Rekorde, so ist der Finne etwa der Fahrer mit den meisten zweiten und dritten Plätzen in der gesamten Motorsportszene.