Schumacher-Managerin geht auf Boulevardmedien los

Der dramatische Ski-Unfall, der Formel 1 Rekordweltmeister Michael Schumacher aus seinem normalen Leben riss, ist bereits eineinhalb Jahre her. Seit etwa acht Monaten lebt der siebenfache Titelträger wieder Zuhause und wird dort behandelt. Nachrichten von seinem Zustand oder gar Bilder gibt es eigentlich nicht – gegen den Willen der Boulevardmedien. Diese versuchten immer wieder, Schumacher zu fotografieren, schildert dessen Managerin Sabine Kehm im Gespräch mit dem „Spiegel“. Für die Familie sei dieses Verhalten „eine große und ständige Belastung“. Entspannen könne man sich eigentlich nie.

„Schumacher wollte es so“

Kehm erklärt in dem Gespräch auch, weshalb sie energisch gegen die Medien vorgeht und nicht einfach einmal das Bedürfnis von diesen befriedigt, um auf diese Weise möglicherweise für Ruhe zu sorgen. Schumacher wollte es so, schildert die Managerin. Gemeinsam mit ihm habe sie einmal Verhaltensregeln festgelegt, die eine strikte Trennung von Privatem und Beruflichem vorsehen. Nie habe auch nur ein Journalist Schumachers Handynummer gehabt, berichtet Kehm, die in der Betreuung von Mick Schumacher, dem Sohn des Rekordweltmeisters, ganz ähnlich verfährt.

Medienanwalt als Hilfestellung

Um Michael Schumacher weiterhin so gut wie möglich abschirmen zu können, hat die Familie sich zudem die Unterstützung von einem Medienwalt gesichert. Jener heißt Fleix Damm und bestärkt die Familie und die Managerin, den bisherigen Kurs beizubehalten. Es sei sehr viel einfacher, gleich am Anfang „sehr hohe Kaimauern um die Insel Privatsphäre zu bauen als später noch einmal Sand nachzugießen“, so der Jurist.

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