Todesgefahr 2017: Stewart warnt die Piloten

2017 wird die Formel 1 eine andere sein. Die Regeln wurden drastisch geändert, um die Königsklasse wesentlich schneller zu machen. Neue Sicherheitssysteme wie das umstrittene Halo-System wurden allerdings nicht im Gegenzug eingeführt. Die meisten Piloten lieben diesen Umstand. Stellvertretend für jene spricht Weltmeister Lewis Hamilton: Die Königsklasse müsse wieder verwegener werden, so der Brite. Er würde niemals in ein Auto mit dem Halo-System einsteigen. Der Mercedes-Pilot ist mit den Stimmen einer Meinung, die aussagen, dass die Formel 1 wieder gefährlicher werden müsse. Der mehrfache Weltmeister Jackie Stewart, der mehr für die Sicherheit in der Königsklasse als jeder andere Fahrer getan hat, kann solche Sätze nicht verstehen. Er warnt die Piloten, dass sie sich mit dem Tod auseinandersetzen müssten.

Stewarts mahnende Worte: Vermutlich muss es Todesfälle geben

Jackie Stewart hält eine Rede

Wikimedia, Dan Smith (CC BY 2.0)

Der 77-Jährige erklärte, dass viele Piloten denken würden, dass die Gefahren nicht mit der gleichen wie zu seiner Zeit seien. Doch damit würden sie falsch liegen. Die Bedrohungen hätten sich nicht geändert, so die Formel 1-Legende. Die Fahrer sollten sich deshalb mit dem Tod auseinandersetzen. „Vermutlich muss es ein oder zwei Todesfälle geben, bis sie wieder zu Sinnen kommen“, schilderte der gefrustete Brite.

Stewart erinnert zudem daran, dass der letzte Todesfall in der Formel 1 kaum ein Jahr her ist: Jules Bianchi erlag seinen schweren Verletzungen, die er sich bei einem Unfall in Japan 2014 zugezogen hatte. Der Unfall sei „zum Großteil“ die eigene Schuld des Franzosen gewesen, so der 77-Jährige. Jener habe die doppelt geschwenkten Flaggen ignoriert und seinen Vorteil gesucht – mit den fatalen Folgen. „Die Piloten fühlen sich zu sicher“, schließt Stewart seine Überlegungen. Hoffentlich irrt er sich, was seine Einschätzung angeht, dass es weitere Tote geben muss.